Corona FAQ´s

Aktuelle STIKO Empfehlung / Robert- Koch – Institut vom 12. Mai 2021 im Überblick:

Häufig gestellte Fragen:

  1. Impfung in der Schwangerschaft
    Zur Anwendung der COVID-19-Impfstoffe in der Schwangerschaft liegen aktuell sehr wenige Daten vor. Die STIKO empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht. Eine Impfung in der Schwangerschaft ist jedoch keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch. Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung oder mit einem erhöhten Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände kann nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab dem 2. Trimenon angeboten werden. 

Zur Anwendung der COVID-19-Impfstoffe in der Stillzeit liegen aktuell nur wenige Daten vor. Die STIKO hält es jedoch für sehr unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt.

 

  1. Astra Zeneca und Johnson&Johnson Impfstoff im Alter über 60 Jahre:

es wird empfohlen die beiden Vektor-basierten Impfstoffe für Personen im Alter ≥60 Jahren zu verwenden. Eine Impfung unterhalb dieser Altersgrenze bleibt indes nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz durch die zu impfende Person möglich.

Basierend auf der momentanen Datenlage empfiehlt die STIKO im Regelfall die Impfung mit den beiden Vektor-Impfstoffen nur für Menschen im Alter von ≥60 Jahren, da in dieser Altersgruppe das Risiko schwer an COVID-19 zu erkranken und zu sterben deutlich zunimmt und die Nutzen-Risiko-Abwägung eindeutig zu Gunsten der Impfung ausfällt. 

 

  1. Empfehlung für Personen <60 Jahren, die bereits eine Dosis Astra Zeneca erhalten haben:

bei Personen <60 Jahre anstelle der zweiten Astra Zeneca-Impfstoffdosis eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs (Biontec, Moderna) 9-12 Wochen nach der Erstimpfung zu verabreichen. Hintergrund für diese heterologe Impfserie und den gewählten Zeitabstand ist das Auftreten von seltenen thromboembolischen Ereignissen nach Astra Zeneca und die beginnende Abnahme des Impfschutzes einer einmaligen AstraZeneca-Impfung nach 12 Wochen

Hinsichtlich der zweiten Impfstoffdosis für jüngere Personen, die bereits eine erste Dosis Vaxzevria (AstraZeneca) erhalten haben, gibt es noch keine wissenschaftliche Evidenz zur Sicherheit und Wirksamkeit einer gemischten Impfserie. Bis entsprechende Daten vorliegen empfiehlt die STIKO für Personen <60 Jahre anstelle der zweiten Vaxzevria-Impfdosis von AstraZeneca eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung zu verabreichen. Hintergrund hierfür ist, dass der von einer 1-maligen AstraZeneca-Impfung ausgelöste Schutz nach 12 Wochen abzunehmen beginnt.

 

  1.  Aufklärung bei Personen, die mit den Vektor-basierten Impfstoffen (Astra Zeneca oder Janssen) geimpft werden
    Mit den Vektor-basierten Impfstoffen Geimpfte sollten darüber aufgeklärt werden bei Symptomen wie anhaltenden Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Beinschwellungen, anhaltenden Bauchschmerzen, neurologischen Symptomen oder punktförmigen Hautblutungen umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies gilt insbesondere, wenn Patient:innen über später als drei Tage nach der Impfung beginnende und dann anhaltende Kopfschmerzen klagen oder punktförmige Hautblutungen auftreten. Die Symptome traten 4 bis 16 Tage nach der Impfung auf. 

 

  1.  Abstand zwischen den Impfungen:

In den Zulassungsstudien konnte gezeigt werden, dass der Abstand zwischen den beiden Impfstoffdosen die Effektivität der Impfung beeinflusst und ein verlängertes Dosisintervall einen positiven Effekt auf die Höhe des Impfschutzes hat.

 

Die Wirksamkeit einer 2-maligen Impfung bei Astra Zeneca:

Abstand von 4-8 Wochen = 50,4%

Abstand von 8-12 Wochen =  72,1%

Impfintervall von >12 Wochen = 75,4%

 

Die Wirksamkeit einer 2-maligen Impfung bei Biontec und Moderna: 6 Wochen

Es ist nachgewiesen, dass eine Verlängerung des Dosisintervalls zu höheren Antikörperspiegeln führt.

  1.  Impfung bei durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion
    Personen,
    die eine PCR-gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben sollten in der Regel 6 Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung eine COVID-19-Impfstoffdosis erhalten; unabhängig davon, ob diese Person ungeimpft oder einmalig gegen COVID-19 geimpft ist. Gründe sind die mindestens 6 bis 8 Monate andauernde Schutzwirkung durch die Infektion sowie der bestehende Impfstoffmangel. Auch wenn das Zeitintervall von 6 Monaten überschritten ist, reicht eine Impfstoffdosis zur vollständigen Grundimmunisierung aus. Eine Dosis ist ausreichend, da sich dadurch bereits hohe Antikörperkonzentrationen erzielen lassen, die durch eine 2. Impfstoffdosis nicht weiter gesteigert werden. Ob und wann später eine 2. COVID-19-Impfung notwendig ist, lässt sich gegenwärtig nicht sagen. Bei Personen mit eingeschränkter Immunfunktion sollte im Einzelfall entschieden werden, ob eine 1-malige Impfung ausreicht oder eine vollständige Impfserie verabreicht werden sollte. Dies hängt maßgeblich von Art und Ausprägung der Immundefizienz ab.

Impfung der Genesenen:

Bei immungesunden Personen, die eine labordiagnostische gesicherte SARS-CoV-2-Infektion (PCR-bestätigt) durchgemacht haben, sollte eine einmalige Impfung frühestens 6 Monate nach Genesung erwogen werden. Aufgrund der bestehenden Immunität nach durchgemachter Infektion kommt es durch die 1-malige Boosterung durch die Impfung zu einer sehr guten Immunantwort. Für die Impfung von Genesenen können alle zugelassenen COVID-19-Impfstoffe verwendet werden.

 

  1. Hat die Impfung gegen Covid 19 einen Einfluss auf PCR- Test oder Schnell Test Ergebniss?

Es ist nicht davon auszugehen, dass die COVID-19-Impfung positive Antigentests (Schnelltests) hervorruft. Treten nach einer Impfung positive Antigentests auf, könnten folgende Ursachen zu Grunde liegen:

  • Die Person, die geimpft wurde, könnte bereits vor der Impfung infiziert gewesen sein. Die mittlere Inkubationszeit bei COVID-19 beträgt 5-6 Tage.
  • Die Person, die geimpft wurde, könnte sich kurz nach Impfung angesteckt haben. Eine Wirkung der Impfung tritt in der Regel 10-14 Tage nach Applikation der 1. Impfstoffdosis ein.
  • Da die COVID-19-Impfung keinen 100 %igen Schutz garantieren kann, ist es auch möglich, dass sich eine Person trotz Impfung infiziert; in der Regel verläuft die Erkrankung dann mit milderen Symptomen oder sogar asymptomatisch.
  • Der Antigentest kann falsch positiv sein.

 

  1. Kann ich / soll ich einen Impferfolg durch Bluttest/ Antikörper Test überprüfen?

Die STIKO empfiehlt bei den COVID-19-Impfungen keine Prüfung des Impferfolgs, weder nach der 1. Impfstoffdosis noch nach der 2. Impfstoffdosis. Derzeit sind für Geimpfte keine serologischen Korrelate definiert, so das kein Schwellenwert angegeben werden kann, ab dem ein sicherer Schutz angenommen wird. 


 

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